Exkursion von Französischstudierenden nach Rennes

Gruppe der Französisch-Studierende vor der Universität Rennes 2
Unsere Gruppe vor der Universität Rennes 2

13.-20. März 2022

Eine Exkursion in Zeiten der Pandemie? Es war ein gewisses Risiko, das wir eingingen, als wir beschlossen, trotzdem eine Exkursion zu planen. Aber die Corona-Lage in Frankreich hatte sich etwas entspannt, Beschränkungen waren aufgehoben worden, so dass wir es wagen konnten. Wir sind uns einig, dass diese Studienreise nach Rennes vom 13. bis 20. März 2022 eine unvergessliche Woche war, die sich voll und ganz gelohnt hat.

«Diese Woche war reich an Erfahrungen und Begegnungen und hat mir auch geholfen, mental aus der negativen Stimmung der Pandemie herauszukommen. Ich war sehr glücklich, Teil dieser Gruppe zu sein, und freue mich, dass sich zwischen uns starke Bindungen entwickelt haben.»Johanna
Die Erlanger Studierenden mit Masterstudenten (Français langue étrangère) aus Rennes

Unserer Exkursion ging im Wintersemester 2021/22 ein gemeinsamer deutsch-französischer Landeskundekurs für Frankoromanisten/-innen der FAU und Germanisten /-innen der Universität Rennes 2 voraus. Dieser online bzw. hybrid veranstaltete Projektkurs wurde in Erlangen organisiert vom Institut für Romanistik (Prof. Dr. A. Keilhauer) in Verbindung mit der französischen Abteilung des Sprachenzentrums (Dr. C. Petersilka, J. Nairaince) und finanziell unterstützt von dem DAAD-geförderten Projekt « FAU Lehramt international ». In Rennes stemmten die Organisation Dr. Isabelle Ruiz (Stellvertretende Leiterin des Deutschdepartements) und die DAAD-Lektorin Pia Jesionowski.  Erstere ruft derzeit zusammen mit Prof. Keilhauer einen Doppeldiplom-Studiengang Rennes 2-FAU ins Leben.

Der Kurs wurde von Julien Nairaince und Pia Jesionowski (DAAD Lektorin an Rennes 2) gehalten, die den Studierenden eine Vielfalt an landeskundlichen Themen zur Auswahl stellten. Anhand der Kursinhalte ( die deutsch-französische Freundschaft, das Bildungssystem in Frankreich und Deutschland, die Symbole der bayerischen und bretonischen Kultur, der Kolonialismus) konzipierten Julien Nairaince und Pamina Griesenhofer (studentische Hilfskraft des Projektes) das Programm der Studienreise in die Bretagne, die von der finanziellen Unterstützung des Deutsch-Französischen Jugendwerks und der Stadt Erlangen (Büro für internationale Beziehungen und Städtepartnerschaften) profitieren konnte.

Der Montag startete mit einem Escape Game. Dolly Ramella – Doktorandin der Didaktik der Fremdsprachen – leitete gemeinsam mit anderen Studierenden aus dem Master Didactique FLE (Français langue étrangère) das Escape Game an. Beim gemeinsamen Mittagessen in der Kantine von Rennes 2 wurden wir gleich zu Beginn in den universitären Alltag integriert und begaben uns anschließend auf eine Rallye durch die Altstadt von Rennes. Die Führung ließ uns die Hauptstadt der Bretagne durch die Augen von Gleichaltrigen betrachten, und wir lernten Erlangens Partnerstadt auf eine authentische und besondere Weise kennen. Wir schlossen Rennes sofort ins Herz und die Vorfreude auf die kommenden Tage in der warmherzigen Universitätsstadt war groß. 

Neben einem Besuch des Lycée Jean Macé, einer Hospitation an Madame Jesionowskis Kurs an Rennes 2 und einem Vortrag von Madame Ruiz über das Lehramtsstudium in Frankreich besuchten wir das Musée de Bretagne, besichtigten Nantes und wurden im Rathaus von Rennes empfangen, dessen prunkvolle Architektur uns sehr beeindruckte. Das CEFA (Centre Franco-Allemand) unterstützte uns ebenfalls in vielerlei Hinsicht und organisierte neben einem Empfang am Freitagvormittag einen Vortrag sowie die Vorführung des Films Les leçons persanes.Selbst am freien Samstag trennte sich unsere Gruppe nicht und wir fuhren nach Saint Malo, um ein wenig Meerluft zu schnuppern. 

«Diese Reise war eine einzigartige Erfahrung für mein ganzes Leben. Sie war von Anfang bis Ende gut organisiert, die Teilnehmer/-innen waren freundlich zueinander und jeder hatte eine Menge Spaß. Während unserer Exkursion lernten wir die französische Küche, die Geschichte der Bretagne und die Gebäude von Rennes kennen. Wir vertieften auch unsere Französischkenntnisse und trieben viel Sport, indem wir den ganzen Tag zu Fuß unterwegs waren. Die Aktivitäten, die wir mit unseren französischen Partnern machten, gaben dem Aufenthalt die besondere Würze.»Sieghard

Wir haben in dieser Woche viel gelernt und erlebt, wovon wir auch für unsere Zukunft profitieren werden. Die Vielfalt der Aktivitäten hat uns nicht nur klassisches Wissen mitgegeben, sondern wir haben auch neue Kontakte geknüpft, andere Perspektiven und die französische Kultur von innen heraus kennengelernt. Wir haben theoretisch im Kurs besprochene Themenbereiche durch die verschiedenen Aktivitäten (Vorträge, Ausstellung, Diskussion…) auf authentische Weise vertieft, was unser bereits vorhandenes Wissen bereichert und uns zum Nachdenken und Überdenken unserer Sichtweisen gebracht hat. 

«Es war eine unglaubliche Erfahrung und gab uns die Chance, Verbindungen zwischen uns und vor allem Freundschaften mit Frankreich und den Studenten in Rennes zu knüpfen und zu stärken. Ich hätte mir keine bessere Erfahrung vorstellen können, es wird mein Leben lang in meinen Erinnerungen bleiben und ich bin froh, an dieser Exkursion teilhaben zu können.»Nico
«Die Exkursion war die schönste Reise, die ich in Frankreich unternommen habe. Darüber hinaus war es das Beste, was ich im Rahmen des Studiums gemacht habe. Es war wirklich sehr schön, lustig und bereichernd.»Annalena

(Text: Pamina Griesenhofer)

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg