Autorenlesung: „La peste“ mit Tonia Mastrobuoni – Eine Recherche über die extreme Rechte in Deutschland

Tonia Mastrobuoni bei einer Veranstaltung
Foto: International Journalism Festival Perugia, CC BY-SA 2.0

Die Abteilung Italienisch des Sprachenzentrums lädt herzlich zur Autorenlesung und Buchvorstellung mit der italienischen Journalistin und Autorin Tonia Mastrobuoni ein.

Wann: Mittwoch, 24. Juni 2026, 18:00 Uhr
Wo: KH 0.016, Kollegienhaus, EG, Universitätsstraße 15, 91054 Erlangen

Am 24. Juni 2026 um 18:00 Uhr haben Studierende, Lehrende und alle Interessierten die besondere Gelegenheit, die italienische Journalistin und Autorin Tonia Mastrobuoni persönlich zu erleben. Die Abteilung Italienisch des Sprachenzentrums lädt zu einer Autorenlesung und Buchvorstellung im Raum KH 0.016 (Kollegienhaus, EG, Universitätsstraße 15, 91054 Erlangen) ein, bei der Mastrobuoni ihr neues Buch „La peste. Indagine sulla destra in Germania“ vorstellen wird.

Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt. Im Anschluss an die Präsentation laden wir zu einem Gespräch mit der Autorin ein. Fragen sind sowohl auf Deutsch als auch auf Italienisch willkommen.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Über das Buch „La peste“

In „La peste“ untersucht Tonia Mastrobuoni das Erstarken rechtsextremer Netzwerke in Deutschland und ihre zunehmende Verankerung in lokalen Gemeinschaften, Vereinen, Schulen und politischen Strukturen. Im Mittelpunkt stehen völkische Milieus, neonazistische Siedlungsprojekte und ideologische Netzwerke, die sich teils hinter scheinbar harmlosen Fassaden wie Bio-Landwirtschaft, alternativer Pädagogik oder Heimatpflege verbergen.

Das Buch zeigt, wie alte Ideologien – Rassismus, Antisemitismus, ethnische Homogenitätsvorstellungen und autoritäres Denken – in neuen Formen weiterwirken und demokratische Gesellschaften von innen heraus unter Druck setzen. „La peste“ ist damit eine eindringliche journalistische Recherche über Deutschland und zugleich eine Warnung vor der Verletzlichkeit liberaler Demokratien.

Über die Autorin

Tonia Mastrobuoni, geboren 1971 in Brüssel, ist eine der profiliertesten italienischen Journalistinnen für deutsche und europäische Politik. Sie ist Deutschland- und Osteuropa-Korrespondentin der italienischen Tageszeitung „La Repubblica“. Zuvor hat sie unter anderem als Korrespondentin für „La Stampa“ und als Parlamentsberichterstatterin für verschiedene Medien gearbeitet.

Ihre journalistische Arbeit konzentriert sich auf internationale Wirtschafts- und Finanzpolitik, europäische Diplomatie, Geopolitik und die politischen Entwicklungen in Deutschland. Für ihre Reportagen und Analysen wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 2018 mit dem renommierten italienischen Journalismuspreis Premiolino für ihre aufmerksame und scharfsinnige Berichterstattung über Deutschland. Als Autorin veröffentlichte sie unter anderem „L’inattesa. Angela Merkel, una biografia politica“ („Die Unerwartete. Angela Merkel, eine politische Biografie“) und „L’erosione. Come i sovranismi stanno spazzando via la democrazia in Europa“ („Die Erosion. Wie souveränistische Bewegungen die Demokratie in Europa untergraben““).


Diese Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit der Kulturförderung der Stadt Erlangen organisiert.

Logo der Kulturförderung der Stadt Erlangen